26.10.2015: Unbürokratische Hilfe statt Behördendschungel

Info-Points für Flüchtlinge

Mitte Oktober startete der Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit dem Jobcenter des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) sowie der Hanauer Agentur für Arbeit drei Info-Points für Flüchtlinge. Diese Anlaufstellen finden sich in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern und stehen grundsätzlich allen Rat- und Hilfesuchenden oder auch ehrenamtlichen Helfern offen, egal welchen Aufenthaltsstatus sie haben oder welche Behörde für sie im Einzelfall zuständig ist. Beratungsschwerpunkt ist die Arbeitsaufnahme. Aber auch bei anderen Fragen helfen die Info-Point-Mitarbeiter weiter. Sie klären einfache Anliegen sofort oder identifizieren die richtige Stelle und vereinbaren dort direkt einen verbindlichen Termin für die Flüchtlinge und deren Begleiter.

„Die Praxis hat uns gezeigt, dass das komplizierte Geflecht von Zuständigkeiten zwischen den verschiedenen Instanzen für Außenstehende häufig schwer zu durchschauen ist", erklärt Susanne Simmler, Erste Kreisbeigeordnete des MKK. Allein die Frage, ob ein Flüchtling vom Jobcenter oder von der Arbeitsagentur betreut werde, sei für viele unklar. „Diese Schwierigkeit haben uns zahlreiche Integrationslotsen und andere Engagierte in persönlichen Gesprächen immer wieder bestätigt", pflichtet ihr Heike Hengster bei, designierte Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Hanau. Die Arbeitsmarktexpertin verweist auch auf die sich aktuell grundlegend verändernde Rechtslage, vor allem im Ausländerrecht. Dadurch werde die Situation nicht überschaubarer.

„Wir haben keinen direkten Einfluss auf die Gesetzgebung, aber es liegt in unserer Hand, wie wir als regionale Verwaltung mit den Menschen umgehen", hebt Simmler hervor, die auch Verwaltungsratsvorsitzende des KCA ist. Der Schulterschluss unterschiedlicher Behörden sei nicht nur im Sinne aller Bürger und Neubürger, er habe im Main-Kinzig-Kreis auch eine lange und positive Tradition. „Im Fokus steht schnelle Hilfe für die, die sie am dringendsten benötigen", ergänzt Hengster. Die spezialisierten Info-Points würden das Regelgeschäft entlasten und für den Haupt-Kundenstrom keinerlei Beeinträchtigung darstellen.

Damit die Info-Points gut zu finden sind und eine hohe Wiedererkennbarkeit aufweisen, haben die Beteiligten ein Logo entwickelt: Zwei grob skizzierte Menschen, die sich vor dem Hintergrund der Kreiskarte die Hand reichen. „Damit wollen wir auf einfache Weise und unabhängig von Deutschkenntnissen für jeden verständlich machen, um was es geht", erläutert Simmler. Alle Info-Points sind ebenso wie das dort vorgehaltene Material mit dem Logo gekennzeichnet. So erhalten vorsprechende Flüchtlinge unter anderem Willkommens-Ordner, die auch eine detaillierte Kreiskarte mit allen Kommunen enthalten. „Je früher sich die Menschen mit ihrer neuen Heimat beschäftigen, desto eher werden sie hier auch heimisch", so Hengster.

Die Erste Kreisbeigeordnete Simmler resümiert: „Wir stellen uns auf eine große Herausforderung ein. Unser Ziel ist es, Menschen, die bei uns bleiben, so schnell wie möglich in die Gesellschaft zu integrieren."

 

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